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SMART-Methode? Klingt spannend. Im Berufsleben begegnet es mir genauso häufig wie privat: Ziele sind nicht gut formuliert, weshalb Vorhaben oder Projekte bereits von Beginn an zum Scheitern verurteilt sind.

Hier einige Beispiele für solche Fälle, die du bestimmt auch schonmal gehört hast:

  • Ich möchte abnehmen.
  • Ich möchte reich werden.
  • Ich möchte die Kosten reduzieren.

Diese Ziele sind definitiv nicht SMART. Sie werden deshalb möglicherweise nicht ernsthaft verfolgt.

Wie du sicher schon ahnst, handelt es sich bei SMART um ein Akronym. Schauen wir uns deshalb nun an, welche Elemente oder Kriterien ein SMARTEs Ziel beinhaltet.

SMART-Methode

Spezifisch

Bringe dein Ziel auf den Punkt. Was willst du erreichen? Formuliere dein Ziel so genau wie möglich in einem prägnanten Satz. Unkonkrete und unpräzise Aussagen stehen der Zielerfüllung entgegen.

Messbar

Setze quantitative Ziele (KPI’s), an denen du arbeitet kannst. Nur messbare Ziele lassen sich verfolgen und können in der rückwirkenden Betrachtung genutzt werden, um die Zielerreichung festzustellen. Auch wenn es in der Praxis schwierig sein kann, versuche konkret zu sein. Finde Zahlen oder andere Messgrößen mit denen die Zielerreichung konsequent verfolgt werden kann. Im Geschäftsleben werden gerne Umsatz, Gewinn oder Produktivität genutzt.

Attraktiv oder Akzeptiert

Ziele lassen sich nur dann ernsthaft oder über längere Zeiträume verfolgen, wenn du selbst oder dein Team dahinterstehst. Im Kopf muss etwas Positives mit dem Ziel verbunden werden. Gerade bei der Teamarbeit ist es entscheidend, dass das Team mitgenommen wird. Nur wenn alle gemeinsam am Ziel arbeiten, ist Teamarbeit erfolgreich. Als Führungskraft achte deshalb darauf, dass du den entsprechenden Schwung Motivation mitgibst und das Ziel damit „attraktiv“ gestaltest.

Realistisch oder Relevant

Kennst du das auch? Dein Chef gibt dir ein Ziel, welchen absolut unerreichbar ist? Ich jedenfalls schon. Unrealistisch gesetzte Ziele führen sofort zu Demotivation. Das Setzen realistischer Ziele ist aus meiner Sicht der schwierigste Teil der SMART-Methode. Denn einerseits müssen Ziele in gewisser Weise ambitioniert sein, andererseits dürfen sie eben auch nicht überfordern. Achte auf diesen Punkt gerade innerhalb einer Zielvereinbarung ganz besonders. Gerade als Führungskraft im Vertrieb entscheidet dieser Punkt über Erfolg und Nichterfolg deiner Organisation.

Terminiert

Ziele brauchen einen klaren Zeithorizont, eine Deadline. Dieser Zeitpunkt ist mein Kontrollpunkt für die Zielerreichung. Hier wird gemessen, welcher Fortschritt tatsächlich erzielt werden konnte.

Ziele müssen also alle 5 Kriterien erfüllen, um im Sinne der SMART-Methode korrekt formuliert zu sein. Übrigens funktioniert das Akronym SMART auch im englischen. SMART steht hier für:

Kurzer Hinweis. Die SMART-Methode funktioniert auch im englischen. Hier steht das Akronym für: Specific, Measurable, Achievabel oder Attainable, Realistic oder Relevant und Time-related.

Beispiele für Ziele nach der SMART-Methode

Schauen wir uns nun noch einmal die 3 Ziele vom Beginn an und formulieren diese nach der SMART-Methode:

  • Ich möchte abnehmen wird zu…
    Ich werde ab sofort 3 Mal in der Woche mindestens 30 Minuten Sport treiben und dadurch innerhalb von 3 Monaten 5 kg abnehmen.
  • Ich möchte reich werden.
    Ich werde ab sofort 20% meines monatlichen Einkommens in Aktien investieren und dadurch innerhalb von 10 Jahren mindestens 100.000 € ansparen.
  • Ich möchte die Kosten reduzieren.
    Ich werde mindestens 10 BPI-Maßnahmen definieren, die insgesamt eine Kostenentlastung in meinem Verantwortungsbereich von 10% bis Ende des Kalenderjahres erlauben.

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